Montag, 25. Mai 2015

Tag 13 Rückreise "Der Kreis schließt sich"

Der letzte Tag meiner "Radtour in die Schweiz" Aktion....
Die Rückreise mit dem Zug stand an. Christoph brachte mich morgens mit dem Auto zum Bahnhof Luzern. Von dort ging es zuerst nach Basel. Dort umgestiegen ging's durch bis Dortmund. Fast immer am Rhein entlang. Kannte ich doch irgend woher...Habe immer wieder Stellen gesehen an die ich mich sehr gut erinnern konnte.
Aber der Lokführer schaffte es irgendwie schneller als ich; in ca. 8 Std. war er in Dortmund.

Bereits 3 Tage zuvor hat Christiane eingestielt, dass mir die letzte kleine Radtour  "Dortmund - Datteln" mit dem Fahrrad erspart blieb.
Unsere Nachbarin Gabriela (kommt aus Rapperswil / Schweiz !!) hat einen schönen kleinen Anhänger. Da passt mein Gefährt herrlich hinein!
Die beiden haben mich dann am Bahnhof abgeholt. Christiane stand genau an der Waggontür.... :-***

Mein Trip war nach 13 Tagen zuende. Und Gabriela aus der Schweiz bringt mich nach Hause.
Da schließt sich der Kreis ;-)
Danke Gabriela

Ich konnte mich in den 3 wunderschönen Tagen in der Schweiz so gut erholen und habe  viel  erlebt..Danke auch hier noch mal an alle. Die  Gastfreundschaft von euch allen dort war unbeschreiblich.
MERCI VIELMOLS

Zum Empfang  gab's noch mein Lieblingsessen; eigentlich ein Festschmaus: Hähnchen-Tandouri! Perfekte Überraschung :-*

Tja...jetzt ist es wirklich zu Ende.

Danke nochmals dass ihr an meiner Geschichte teilgenommen/ausgehalten  habt

PRÖSCHTLI ZÄMÄ

Samstag, 23. Mai 2015

Tag 11 (Freitag) Zug "Das schwarze Pferd"

Endlich Sonne in der Schweiz....das Wetter wird besser.
Da der Vorabend ein bisschen "anstrengender"  ;-)  war, wurde erst einmal ausgeschlafen.
Mittags war dann FUN angesagt. Zu Beginn meiner kleinen Radreise habe ich viel zu viele Autos mit Ziegenaufklebern HINTEN am Auto gesehen....Jetzt sollte ein anderes Tier auf dem Auto für eine wahnsinnige Nachmittsgsgestaltung sorgen.
Schwarzes Pferd VORNE drauf. Christoph's rotes neues Fortbewegungsmittel wollte  bei Sonnenschein aus dem "Stall"
Was soll ich sagen????
Eine unglaubliche Ausflugsfahrt um den Rigi (Berg am Vierwaldstätter See) durch Tunnels, am See vorbei, an Felswänden entlang, das ganze mit atemberaubender Kulisse stand an. Gänsehaut u. Adrenalin ohne Ende Freunde. Anschließend  ging es noch  zu einem Bekannten von Christoph, eine Werkstatt/Händler dieser sehr flachen uns lauten Fortbewegungsmittel.
Der Oberhammer...

Nachdem sich die Gänsehaut und der Puls ein bisschen beruhigt haben, wurde abends noch Olli zum Geburtstag gratuliert.
Auf einer Dachterrasse eines mehreren hundert Jahre alten Hauses (mit Blick auf die Altstadt und Zytturm, Wahrzeichen der Stadt Zug) schmeckte das Bierchen...
Den Absacker mit der ganzen Truppe genehmigen wir uns im 'Zytclub'.
Es wurde wieder spät ; -)

Freitag, 22. Mai 2015

Tag 10 Zug

Zeit zum chillen....

Ich erhole mich...Christoph musste ja arbeiten; ,ich konnte richtig schön ausschlafen. Ich habe dieses "Einfach - nichts - tun" in vollen Zügen genossen.
Es regnet zwar weiter ununterbrochen hier in der Schweiz...aber das ist mir so egal ;-)
Abends gab's ne kleine "Velo-Party". Freunde von Christoph  (Roberto, Hampi, Prosecco-Luki, Dino, die ich auf der letzten Party auch schon kennen gelernt habe) kamen zum kleinen Umtrunk. Christoph hat gegrillt. Herrlich ; -)

Es wurde spät ;-)))

Mittwoch, 20. Mai 2015

Tag 9 Sursee - Zug

Hallo Radsportfreunde,
ICH HABE ES GESCHAFFT !!!!
Meine Radtour ist nach 902 km beendet...Heute waren es noch einmal 66 km.
Ich kann es selber noch gar nicht realisieren. Mit dem Fahrrad...
Der heutige Tag führte mich von Sursee nach Luzern am Vierwaldstätter See bis nach Zug am Zuger See. (Christoph's Wohnort) Es war bei der Abfahrt heute Morgen sehr kalt. Regen stand an. Ich radelte ohne großes Tempo los. In Luzern angekommen fing es wie aus Eimern an zu schütten. Ich konnte mich über eine Stunde unterstellen; mein Fahrrad stand unter einem fürchterlichem Bild....Ich musste es die ganze Stunde ertragen. Irgendwann musste ich zum Glück weiter. Da kein Regenstopp zu erwarten war bin ich einfach losgeradelt. Die letzten Kilometer....Wurde aber noch ganz schön anstrengend. Rauf und Runter....und immer ordentlich Feuchtigkeit von oben.
Irgendwann war es dann soweit; ich konnte von weitem den Zuger See erblicken. Jetzt war es nicht mehr weit. Um den See rum und dann war es geschafft.  Ich war da!
Erst mal das Rad zur Seite, ab auf eine Bank und am Ufer versucht das ganze innerlich zu feiern.
Und dann habe ich mir ja selber das Stück Zuger Kirschtorte versprochen. Habe ich dann selbstverständlich in aller Ruhe umgesetzt. Ich hab's genossen.

Jetzt wird erst mal ordentlich gechillt. Vorbei mit Äppeln und Bananen. Dieses Jahr keine ISO Plörre mehr...

Mir bleibt zu sagen...
VIELEN DANK EUCH ALLEN :-)

Für die liebe, nette Beherbung und Verpflegung...
Für die aufbauenden Worte...
Für die guten Wünsche....
Für jeden genialen Support...
Einfach das ihr dabei gewesen seid...
Es tat immer gut eure Stimmen zu "lesen"..
Ich hatte alles: 3x Plattfuss,
Gegenorkan, verbrannte Visage und Beine, zwielichtige Übernachtungen , emotionale schöne Momente, Survival-Übungen, Literweise Nass von oben, viele nette Leute, nette Gespräche....das bleibt im Kopf.
Jetzt werde ich mit Christoph noch ein paar geniale Tage haben....ich werde berichten; -)
"Alles kann...nix muss..."
;-)))

Danke Christiane u. Jeremy

Dienstag, 19. Mai 2015

Tag 8 Basel - Sursee/Sempacher See

Hallo Freunde...
Der 8. Tag meiner Odyssee ist geschafft... 86 km durch Regen...Von Basel nach Sursee am Sempacher See.
Heute morgen hab ich die Jugendherberge in Lörrach im Regen verlassen. Musste mich von meinen beiden Spannmännern (3er Stube) verabschieden. Ben; Arzt aus Australien und Kollege X aus Würzburg; Lehrer für Englisch und Spanisch. Der Pauker war schon schräg...Komisches Englisch hatte der drauf. Was auf unsere Kinder alles so losgelassen wird...unglaublich..

War gar nicht so einfach Basel zu durchqueren. Ich hatte keine Straßenkarte. Ich habe mir beim Frühstück sämtliche Orte notiert die ich anfahren muss. Ging auch soweit ganz gut...wenn ich nicht 2x auf einer Autobahnauffahrt gelandet wäre....Wieder ordentlich gehupe...Ich dachte erst an Fans....Man kann ja umdrehen ; -)))
Tja...dann habe ich irgendwann den richtigen Weg gefunden. Vorteil heute: leichter RÜCKENWIND !!! Nachteil heute:
Dauerregen von Basel bis Olten. Ich war pitschepatsche nass. Socken, Unterbuxe..alles! Und dazu noch kalt. Nützt alles nix...Gibt schlimmeres;
Gegenwind.
Bei ALDI Suisse wurden erst mal wieder die obligatorischen Bedürfnisse befriedigt:
Bananen und Appelschorle. Heute keine ISO Plörre!!
Ich musste über eine Berg. 2,5 Stunden habe ich mich im 1. Gang  (von 24!) die Serpentinen hochgequält. Dazu das Wasser von oben. Was habe ich nur verbrochen. Aber da nützt kein Gejammer...Ich wollte es ja so.
Die Abfahrt war göttlich; 20 min mit Tempo 40 die Serpentinen wieder runter...OHNE 1X ZU TRAMPELN...
In Olten im Cafe erstmal 1 Stunde an einem Kaffee genippt. Im  Café war es so schön warm. Dann hörte der Regen auf und ich sprang auf mein Gefährt. Die Orte flogen nur so vorbei. Rechts und Links Glockengeläut von den Kühen. Wie Anfeuerungen. ;-)
Als ich das 1. Schild von Sursee erblickte war dieses unbeschreibliche Gefühl wieder da...Wo bist du mittlerweile mit deinem Fahrrad  gelandet...?!
Vom Fahrtwind am Nachmittag wurden die Klamotten wieder ein bisschen trocken.
Um ca. 17:00 erreichte ich dann das Haus von Anita. Komischerweise war ich gar nicht so erschöpft wie an den Tagen zuvor. Aber die heisse Dusche tat ganz schön gut. Anita hat mich sagenhaft bewirtet. Es war sooo lecker!!
Wir hatten viel zu erzählen und haben viel gelacht....
Die untergehende Sonne hinter dem Kirchturm war sensationell.
(Vielen Dank für alles Anita)
Morgen habe ich "nur"  noch ein kleines Kilometer-Programm vor der Brust. Es geht nach Luzern, am Vierwaldstätter See vorbei Richtung Zug am Zuger See. Leider soll es regnen. Aber das wird mir auch nichts mehr ausmachen. Gibt schlimmeres :
Gegenwind!

Schlaft guet....bis morgen

Montag, 18. Mai 2015

Tag 7 Gengenbach - Basel/Weil am Rhein

Bonschur meine Lieben...
Oite war isch den gaanzen Dag in Fronkreisch....
135 km....eine große Etappe....
Los gings nach einem tollen Frühstück bei Hildegard und Klaus in Gengenbach.
Die Hühner vom Klaus haben unwahrscheinlich viel Ahnung von Fußball; sie legen wirklich grüne Eier...Und geschmeckt haben die fantastisch. Ich meine sogar gehört zu haben, dass der Hahn eine Melodie in der Früh gekräht hat..."Auf Auf Auf in die CL 💚..." Ich bin mir sogar sicher....
Klaus hat mich dann (erst den Schlüssel von der bulgarischen Puffmutti zur Post...dann zum Fahrradladen Ersatzschlauch holen) wieder runter zum Rhein gebracht. Nach 15  min hatte ich schon das 1. Malheur...durch das vergangene Unwetter in der letzten Woche hat der Rhein ne Menge Wasser bei sich. Das führte dazu das eine Stelle des Radweges über 1m unter Wasser stand....ganz toll....Zurück wären es mal eben 7km gewesen.
Wat mach ich?? Schuhe und Socken aus....und dann durch...Mein Fahrrad kann man mit dem Gepäck kaum anheben. Meine Getränke Pulle am Rahmen und meine Gepäckträgertaschen waren  versunken. Alles nass...Aber mein Drahtesel war mal wieder sauber ;-))
Weiter ging's auf dem scheiß Kiesbelag auf dem Rheindamm...Durch Zufall lernte ich einen Radfahrer kennen der sich auskannte. Der hat mir empfohlen die Rheinseite zu wechseln. Der ist dann mit mir rüber nach Fronkreisch, hat mir die Stadt gezeigt ab der ich dann den ganzen Tag über zig kleine Dörfer durchqueren muss um nach Basel zu kommen. War zwar kilometermäßig ein Umweg aber endlich Asphalt unter den Reifen. Ziemlich schön die kleinen französischen Dörfchen. Wenn nicht ein kleiner Umstand mich wieder zum Fluchen gebracht hätte....Gegenorkan!!! (Dagegen war Samstag  laues Lüftchen...)Volles Gebläse von Vorne. Ahoi!!
Und dazu strahlend blauer Himmel. Die Sonne machte aus meinen Beinen Hummer Schenkel... In Fronkreisch gibt's sogar LIDL. Also rein..meine Bananen, Äppel , ISO Gesöff UND Sonnencreme gekauft. (LIDL lohnt sich....) War aber schon alles verbrannt.
Um 20:30 kam ich auf der 3 Länderbrücke in Basel an. Wahnsinn....da gehn dir Gedanken durch den Kopf....
Unglaublich. ...bis hier hab ich es schon geschafft.
Dann musste ich noch nach Lörrach zur Jugendherberge. Einchecken, Bier ordern...duschen...
Tja...jetzt bin ich geschafft. Aber irgendwie positiv geschafft. Einfach ein tolles, unbeschreibliches  Gefühl.
Morgen verlasse ich dann den großen Fluss und fahre südwärts Richtung Sursee am Sempacher See. Da wohnt Anita mit ihrer Familie; die Schwester von Christoph. Unglaublich, wie lange und durch welchen Umstand wir uns schon kennen. Als Kleinkinder haben wir schon im See geplanscht....da gibt's noch uralte Fotos. Wir sind irgendwie eine wunderschöne Familie...
Der Weg dorthin wird aber nicht ganz so eben wie bisher; wird meine Gangschaltung wohl alles geben müssen. Bergauf, Bergab ...bin ja nicht in Holland  ;-))
Aber ich freue mich auf den morgigen Tag.
Jetzt mach ich auch mal meine Klüsen zu...
Bis morgen....

Sonntag, 17. Mai 2015

Tag 6 Rastatt - Kehl / Straßburg/Gengenbach

Meine Lieben,
da bin ich wieder....
Wie angekündigt (und auch gnadenlos durchgezogen) habe ich mir heute etwas die Ruhe angetan...
"Nur" 60 km von der größten Pennerabsteige Deutschlands ("Hotel" in Rastatt) bis Kehl. Der Tag war war sowat von schön...Zumal er durch eine Eingebung in der letzten Nacht eine ungeplante Wendung nahm.
Der Reihe nach:
Mein Schlafgemach in Rastatt war die allerletzte Pennerbude. Völlig überteuert und versifft. Aber wie gestern schon beschrieben; ich war am Ende...wollte nur noch hinfallen. Ich hätte sogar irgendwo auf einer Parkbank gepennt...
Als meine bulgarische Hotelchefin am nächsten Morgen mit mir in den (Fahrrad)Keller ging fing der Tag "ein wenig Bescheiden" an...
"Haasst duu Looch in Rreifen!!!?" bemerkte sie umgehend bei Betreten des Verließes. Sie sollte Recht behalten. 0% Luft hinten :-((
Zum Glück hatte ich noch einen weiteren Schlauch dabei...
Und ich konnte im Pfortenbereiches des Etablissements mein Fahrrad reparieren... (unter den 16 neugierigen  Augen von weiteren hochqualifizierten, goldbezahnten südlichen Fachkräften, die sich dort ebenfalls in Heerscharen eingenistet haben....)
Nun zu meiner nächtlichen Eingebung... (ihr glaubt gar nicht was einem so alles durch den Kopf geht)
In Gengenbach im schönen Schwarzwald wohnen sehr gute liebe Freunde von uns...Hildegard und Klaus. Ich also nix besseres zu tun und hab da "einfach mal so" in aller Herrgotts Frühe  9:00 angerufen. Mein nächstes Ziel wäre Kehl gewesen. Und Gengenbach ist mit dem Auto nur ca. 30min entfernt....
Ich hab sie natürlich geweckt...(H&K waren in der Nacht in Kehl feiern.....Sorry...) Ihr könnt es euch ja denken...
Klaus hat mich am Nachmittag mit dem Auto aus Willstätt abgeholt. Ein wunderschöner Nachmittag und Abend sollte folgen. Gemütlich in der Sonne chillen. Abends gab's noch lecker Spargel. (Vieeelen Dank Hildegard und Klaus) So konnte ich Kraft tanken für die weitere Etappe. Die Schweizer Grenze rückt immer näher...
Aber eines vermisst meine bulgarische "Hotelfachfrau"...
Ihren kompletten Schlüssel für Aussentür und Zimmer :-)))
Übrigens hatte ich Zimmer Nr.13 ...
Viel mir früh auf als ich mir hier in Gengenbach an die Hosentasche fasste.
Morgen bringt Klaus mich wieder runter zum großen Fluss....dann geht's weiter...

Schlaft jut....

Nach einem herrlichen Frühstück  (mit grünen Eiern) ging's dann los.

Hatte gestern Abend kein WLAN