Dienstag, 19. Mai 2015

Tag 8 Basel - Sursee/Sempacher See

Hallo Freunde...
Der 8. Tag meiner Odyssee ist geschafft... 86 km durch Regen...Von Basel nach Sursee am Sempacher See.
Heute morgen hab ich die Jugendherberge in Lörrach im Regen verlassen. Musste mich von meinen beiden Spannmännern (3er Stube) verabschieden. Ben; Arzt aus Australien und Kollege X aus Würzburg; Lehrer für Englisch und Spanisch. Der Pauker war schon schräg...Komisches Englisch hatte der drauf. Was auf unsere Kinder alles so losgelassen wird...unglaublich..

War gar nicht so einfach Basel zu durchqueren. Ich hatte keine Straßenkarte. Ich habe mir beim Frühstück sämtliche Orte notiert die ich anfahren muss. Ging auch soweit ganz gut...wenn ich nicht 2x auf einer Autobahnauffahrt gelandet wäre....Wieder ordentlich gehupe...Ich dachte erst an Fans....Man kann ja umdrehen ; -)))
Tja...dann habe ich irgendwann den richtigen Weg gefunden. Vorteil heute: leichter RÜCKENWIND !!! Nachteil heute:
Dauerregen von Basel bis Olten. Ich war pitschepatsche nass. Socken, Unterbuxe..alles! Und dazu noch kalt. Nützt alles nix...Gibt schlimmeres;
Gegenwind.
Bei ALDI Suisse wurden erst mal wieder die obligatorischen Bedürfnisse befriedigt:
Bananen und Appelschorle. Heute keine ISO Plörre!!
Ich musste über eine Berg. 2,5 Stunden habe ich mich im 1. Gang  (von 24!) die Serpentinen hochgequält. Dazu das Wasser von oben. Was habe ich nur verbrochen. Aber da nützt kein Gejammer...Ich wollte es ja so.
Die Abfahrt war göttlich; 20 min mit Tempo 40 die Serpentinen wieder runter...OHNE 1X ZU TRAMPELN...
In Olten im Cafe erstmal 1 Stunde an einem Kaffee genippt. Im  Café war es so schön warm. Dann hörte der Regen auf und ich sprang auf mein Gefährt. Die Orte flogen nur so vorbei. Rechts und Links Glockengeläut von den Kühen. Wie Anfeuerungen. ;-)
Als ich das 1. Schild von Sursee erblickte war dieses unbeschreibliche Gefühl wieder da...Wo bist du mittlerweile mit deinem Fahrrad  gelandet...?!
Vom Fahrtwind am Nachmittag wurden die Klamotten wieder ein bisschen trocken.
Um ca. 17:00 erreichte ich dann das Haus von Anita. Komischerweise war ich gar nicht so erschöpft wie an den Tagen zuvor. Aber die heisse Dusche tat ganz schön gut. Anita hat mich sagenhaft bewirtet. Es war sooo lecker!!
Wir hatten viel zu erzählen und haben viel gelacht....
Die untergehende Sonne hinter dem Kirchturm war sensationell.
(Vielen Dank für alles Anita)
Morgen habe ich "nur"  noch ein kleines Kilometer-Programm vor der Brust. Es geht nach Luzern, am Vierwaldstätter See vorbei Richtung Zug am Zuger See. Leider soll es regnen. Aber das wird mir auch nichts mehr ausmachen. Gibt schlimmeres :
Gegenwind!

Schlaft guet....bis morgen

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